Jörg Heiser über Kunst & Armut

Datum: 16.05.2010 | Autor: Elke | Kategorien: Gastbeiträge, Jörg Heiser | Tags: , , | 1 Kommentar »
Jörg Heiser

Jörg Heiser

Jörg Heiser ist Kunstkritiker, Kurator und Chefredakteur der Kunstzeitschrift frieze.

Wer bislang unorientiert durch Kunsthallen tapste und sich fragte, ob die Fettecke dort hinten wirklich eine Fettecke oder doch mehr sei, der gewann 2007

Wer wäre also besser geeignet, das unübersichtliche Spannungsfeld von Armut und Kunst zu sortieren?

Lieber Jörg Heiser,

Kunst und Armut – strange bedfellows?! Dazu einige Fragen:

„Kaum ein Feld der Kultur scheint weniger mit Armut verknüpfbar zu sein als die Kunst. Kunst und Reichtum – ja, aber Kunst und Armut?“ (Anselm Wagner). Woran, bitte schön, liegt das?

„Eure Armut kotzt uns an“, war mal ein Spruch auf einem linken Politik-Magazincover, natürlich ironisch gemeint. In der Tat gilt, was der britische Künstler Jeremy Deller mal so beschrieben hat: „the art world is a great place to meet retired arms dealers“. Vor vierhundert Jahren in Italien hätte man vielleicht entsprechend gesagt: „Die Kunstwelt ist ein wunderbarer Ort, um päderastische Inquisitoren kennenzulernen.“ So wie sich der Klerus und der Adel einst präsentierten mit Kunst, so sind heute die pensionierten Waffenhändler also diejenigen, die sich nicht nur mit mehrfach operierten Trophy-Wifes schmücken, sondern auch mit protzigen Kunstwerken, die knallig sind und viel kosten (Damien Hirst, große Ölschinken etc.). Der Sammler als Gegenwartsrealität der Kunst, beobachtet mit jener Mischung aus Faszination und Ekel, mit der auch Celebrity-Magazine gelesen werden.

Aber das ist natürlich nur die eine Seite. Es gibt philanthropische Sammler, die schlicht dem Experiment und der Avantgarde verpflichtet sind und so Dinge möglich machen, für die kein Antragsgeld und kein Gehalt den nötigen finanziellen Spielraum und vor allem die Risikobereitschaft mitbringen würde. Die Konzept- und Minimalkunst der Sechziger und Siebziger Jahre z.B. ist nicht unwesentlich von einer kleinen Handvoll engagierter Sammler ermöglicht worden. Reiche Künstler jedoch hat sie kaum hervorgebracht.

Viel wichtiger aber noch: die andere Seite zum Bild von Kunst als Auslegeware der Reichen ist die massenhafte halbfreiwillige bis dann doch zwangsweise Armut der Künstler selber. Der Handvoll erfolgreichen global Players steht ein Heer an darbenden Künstlerexistenzen gegenüber. Laut Künstlersozialkasse, deren ca. 160.000 Versicherten ca. zur Hälfte Bildende Künstler sind, verdienen diese im Durchschnitt etwas über 800 Euro im Monat. Im Durchschnitt. Zählen wir die „scheinprofessionellen“ Künstler heraus (aber warum eigentlich? Ist jemand aufgrund eines Brotjobs automatisch kein Künstler mehr?), ergibt sich immer noch bei vielen ein extrem niedriges Einkommen im Hartz IV-Bereich. Aus eigener Anschauung weiß ich, dass selbst international besprochene und gezeigte Künstler keineswegs automatisch wohlhabend sind. Kurzen Phasen des Cashflow folgen lange magere Jahre und, vielleicht, späte Ernte. Das Prekäre ist die Dauerkonstante der Künstlerexistenz nicht erst seit Spitzweg. Daran hat sich nichts geändert. Es ist nur leider zum Modell für viele andere Bereiche geworden. Insofern wundert mich die Behauptung, Kunst sei nicht mit Armut verknüpfbar.

Werden gegenwärtig Armut, Mangel oder Not in der Kunst thematisiert?

Es ist nicht so, dass nun ständig überall in der Kunst Armut, Mangel und Not explizit thematisiert würden. Das mag schlimmstenfalls auch mit einer Klientel zu tun, die damit lieber nicht konfrontiert wird; aber kitschig wäre es, zu übersehen, dass auch die explizite Thematisierung von Armut, Mangel oder Not nicht vor Kitsch gefeit ist. Angefangen bei patronisierender Repräsentation (der missionarische Künstler, der den Armen Gehör verschafft, um sie dabei zugleich zu entmündigen) bis hin zu „Holidays in other people’s misery“ (Sex Pistols).

Es gibt also schon einen recht spürbaren Prozentsatz an sozialkritisch orientierter Kunst, die Unrechtsverhältnisse und Armut mit dem nötigen Gespür für Nuancen thematisiert. Ich denke spontan z.B. an Paul Chans mit Anwohnern realisierte Inszenierung von Becketts „Warten auf Godot“ im von Katrina verwüsteten New Orleans. Oder Projekte wie Tim Rollins’ K.O.S. in der South Bronx (wo es um das gemeinsame Erstellen von Kunstwerken mit Jugendlichen aus der Nachbarschaft geht), oder Dan Petermans Werkstatt in Chicago (wo Fahrradreparatur und ähnliches konkrete Perspektiven ermöglichen sollen), beide im konkreten kreativen Austausch mit arme, meist farbigen Kids. Social Workertum, das aber nachhaltig ist und weniger mit bestehenden Projekten in Konkurrenz tritt, als diese mit einer betont kreativen Tätigkeit zu komplementieren.

Aber zahlreich sind diese Projekte nicht. Vielleicht deshalb, weil soziales Engagement auch einfach soziales Engagement sein kann, ohne gleich Kunst werden zu müssen.

Vielleicht aber auch, weil es dann doch Berührungsängste und Desinteresse an den Zuständen gibt. Wobei man nicht in die Falle tappen sollte, introspektiven, „innerlichen“ Formen des Ausdrucks die Relevanz auch im Bezug auf Gesellschaftskritik im Hinblick auf Armut abzusprechen. Tatsächlich war die Arte Povera einst nicht zuletzt damit angetreten, im Geiste des polnischen Regisseurs Jerzy Grotowski. Hier ist der Ethos vor allem darauf gerichtet, Kunst aus dem Ghetto exklusiv bürgerlicher Betrachtung herauszuholen, sie zumindest potentiell zugänglich für jeden, also auch für Arme zu machen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse, nach denen überhaupt Menschen in die Lage versetzt würden, aktiv an einem wirklichen Kulturleben teilzunehmen, ändern sich dadurch alleine natürlich nicht. Aber es ist ein weitere Baustein, um genau dies einzuklagen. Dabei bleibt wahr, was Jeff Wall sagt: art is for anyone, but not for everyone. Es MUSS auch nicht jeder sich für Kunst interessieren.

Gibt es hinsichtlich der Thematisierung von Armut eine Präferenz für bestimmte Formen, Materialien und Ausdrucksweisen? Spontan fallen mir Martha Rosler, Duane Hanson oder auch Santiago Sierra ein, die unterschiedliche Formen der Armut sehr unterschiedlich bearbeitet haben. Die drei haben aber gemeinsam, dass sie soziale Sachverhalte gewissermaßen künstlerisch verdoppeln (photographisch, plastisch, menschenplastisch). Ist Armut in der Kunst also immer irgendwie konkret?

Die Frage ist, ob sie diesen Verdopplungseffekt wirklich künstlerisch-konzeptuell reflektieren und in die Arbeit integrieren. Dazu ein Beispiel: bei Santiago Sierra bleibt immer im Vagen, wie sich das ausdrücklich geringe Entgelt, dass die von ihm angeheuerten Protagonisten, denen beispielsweise eine Linie auf den Rücken tätowiert wird, eigentlich berechnet und rechtfertigt. Geht es einfach nur darum zu sagen: schaut her, für so wenig Geld lassen sich die Leute von mir benutzen, und ich verweise damit auf die Ausbeutungsrealität? Oder ist nicht das interessanter, was der argentinische Künstler Oscar Bony einmal in den Sechziger Jahren machte: er stellte ganz wie Sierra lebende Menschen aus – in diesem Fall die dreiköpfige Familie eines Fabrikarbeiters, dem er für die Zeit auf dem Podest exakt das doppelte seines Stundenlohns zahlte. Die Verdopplung in der Repräsentation also auch im Preis. Das ist doch ein fairer Kompensationsdeal. Ansonsten ist es tatsächlich so, dass die Frage, wie sich Armut in der Kunst thematisieren lässt, in drei vorherrschende Kategorien einteilen lässt, die oft ineinander übergehen: 1) (Halb-)dokumentarische Fotografie, die aber oft einen performativen Charakter annimmt, also durch die Art der Inszenierung auf das Gezeigte aktiv Einfluss nimmt (etwa Boris Mikhailovs Fotos russischer Obdachloser). 2) Performative Arbeiten, die in theatralischer Weise (durch Einsatz von realen Protagonisten, ob in Kunsträumen oder „draußen“ im sozialen Raum) experimentelle Situationen erzeugen (etwa Christoph Schlingensiefs Projekte in der Hamburger Bahnhofsmission), 3) Kunst als konzeptuell unterfütterte Dienstleistungs- oder Sozialarbeit, wie in den Projekten der französischen Gruppe Urban Encampment oder der österreichischen Grupppe WochenKlausur. Dazu hier ein Ausschnitt aus einem Text von 2002, in dem ich mich mit deren Aktivitäten kritisch auseinandersetze:

„Die Gruppe um Wolfgang Zinggl [hat] sich die sogenannte “konkrete Intervention” auf die Fahnen geschrieben: also die Realisierung sozialer Projekte unter Nutzung des Renommees und der räumlichen und finanziellen Resourcen der jeweiligen Kunstinstitutionen, die sie für jeweils zwei bis drei Monate einluden. In Zürich war es der Gruppe offenbar gelungen, die Gründung eines speziell auf die Bedürfnisse von sich prostituierenden Junkie-Frauen ausgerichteten Hauses zu erwirken.

Für sich betrachtet und seinerzeit war das eine gute Option um zu reagieren auf eine akute Situation. In den folgenden Jahren haben WochenKlausur mit wechselnden Besetzungen an anderen Orten ähnliche Aktionen durchgeführt, das Konzept der pragmatischen sozialen Intervention dabei aber spürbar ausgeleiert und ad absurdum geführt. Als mobiles Einsatzkommando, das von Brennpunkt zu Brennpunkt “interveniert”, kümmerte man sich z.B. 1996 um Schüler eines Wiener Gymnasiums, veränderte die Sitzordnung in der Klasse und vermerkte in einem Informationsblatt dazu stolz: “die radiale Anordnung der Sitzbänke ist kommunikativer und ermöglicht eine bessere Sicht auf die Tafel.” Desweiteren trug man 1997 zur Ortskern-Entwicklung im Österreichischen Ottensheim u.a. durch Errichtung einer Skaterbahn bei, und 1998 widmete man sich dem Arbeitslosigkeits-Problem in Berlin-Kreuzberg, das man binnen zwei Monaten vom Kunstamt Kreuzberg aus mit “Think-Tanks” aufmischen wollte: “die Ideen und Potenziale des Einzelnen”, so hieß es, sollten gefördert werden.

Schnell wurden mal bei einem Strukturproblem Symptome behandelt. Selbst dieser verantwortungslose Unsinn – Kleinunternehmertum als ultimativer Ausweg aus der Job-Misere – wäre verzeihlich, träten WochenKlausur bzw. deren Initiator Wolfgang Zinggl in ihren Manifesten nicht mit bilderstürmerischem Absolutheitsanspruch an. Generös wird zugestanden, dass sich “freilich… über Formen Einstellungen und Gewohnheiten, Denkmuster und Wertmaßstäbe marginal beinflussen” lassen. “Doch die ideologischen Prinzipien der Menschen”, heißt es weiter, “ihre Weltanschauungen und Werte lassen sich über Farben, Klänge und Formen nicht wirklich verändern.” Daher falle, heißt es ganz frömmelnd weiter, “immer mehr Künstlerinnen und Künstlern die Entscheidung leicht, wenn angesichts zahlreicher Funktionen von Kunst die Wahl nicht auf die Befriedigung von Freizeitbedürfnissen, sondern auf eine Mitgestaltung des Zusammenlebens fällt.” Die Rechnung ist aufgemacht: entweder Interventionskunst, die soziale Aufgaben erfüllt (bzw. vorgibt zu erfüllen); oder Kunst ist bloßer Luxus. Entweder Kunst wird mit offenbar grundsätzlich sauberem Institutions-Geld finanziert, oder sie macht sich mit dreckigem Privat-Geld zum Büttel der Freizeitindustrie. Während man einerseits auf das “kulturelle Kapital” von Kunst baut, dass hilfreich sei, wenn es darum geht, “bürokratische Hierarchien zu umgehen und Verantwortungsträger… zu mobilisieren”, erklärt man zugleich alle ästhetischen Fragen für kunsthistorisch erledigt, mit denen dieses nun beanspruchte kulturelle Kapital überhaupt erst erarbeitet worden ist.

Die groteske Konsequenz ist, dass mit Kunstgeldern finanziert wird, was eigentlich von sozialen Einrichtungen einzufordern wäre: die Potenziale der beiden Felder würden auf Dauer nicht potenziert, sondern gegeneinander ausgespielt. So mancher populistische Politiker sähe sicher gerne, wenn Kunst-Resourcen anstatt für ‘unsinnige’ Formexperimente für soziale Leistungen benutzt werden, die eigentlich aus anderen Töpfen hätten finanziert werden müssen.“

Süreyya Evren beschreibt ein Dilemma: „Wenn wir sagen, dass wir Armut und soziale Ungerechtigkeit thematisieren möchten, aber am Ende nicht mit einer Art Wohlfahrtskunst, mit Anmaßung oder Sozialromantik dastehen wollen, ist entscheidend, wie wir funktionieren. (…) Wie trägt Kunst zum herrschenden System bei, das Wissen über Armut schafft? Wie kann Kunst dieses System durch etwas anderes ersetzen, anstatt höflich dazu beizutragen?“ (Parrhesia, Armut, Kunst. Der parrhesiastische Akt & der künstlerische Akt der Problematisierung von Armut, In: springerin. Hefte für Gegenwartskunst. Heft 3 [2006]) . Haben Sie eine Idee?

In der zeitgenössischen Kunst gibt es auch ästhetische Herangehensweisen, die einer Art Anerkennung und Aufwertung von „armen“ Ästhetiken dienen. Das kann man natürlich abtun als bloßen Stilimport in die Kunst (so wie die Pop Art einst Comics, Supermarktwaren und massenmediale Ikonen in die Kunst holte), aber eine Ausstellung wie „Accessoiremaximalismus“ (Kunsthalle zu Kiel, 2003) hatte sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, einer migrantisch-„armen“ Ästhetik auch die Art von Aufmerksamkeit zu schenken, die sonst eher den distinguiert „subtilen“ Ästhetiken des Geldadels vorbehalten ist. Womit wir bei Bourdieu wären: nicht umsonst stehen dort Habitus und Distinktionsgesten im Mittelpunkt. Selbst noch im Sozialprojekt kann unter Umständen eine Zementierung von sozialen Grenzen stattfinden, wenn einfach unausgesprochen der Wissensvorsprung bei den Wohltätigen und „Intervenierenden“ veranschlagt wird, anstatt die Eigenbedeutung und Eigenberechtigung künstlerischer und kreativer Äußerungen aus „armen“ Zusammenhängen selbst anzuerkennen und ernst zu nehmen. Das heißt, Ästhetik ernstzunehmen als ein Kommunikationsmedium (Signale, Codes, Repräsentationen, Performanzen) über Armut und vor allem über Armut hinweg, anstatt nur als Vehikel einer wie auch immer gearteten politischen Positionierung zu dienen. Da kommt man um die Idee einer Autonomie der Kunst von vordergründiger Instrumentalisierung (z.B. als Wohlfahrtskunst) nicht herum – wobei diese Autonomie nur in dem Maße etwas taugt, in dem sie sich eben diesem Reality Check aussetzt. Kunst muss eine Art von „Störung“ sein eher als eine Bestätigung von Bestehendem, so viel steht fest. Im Idealfall verbindet sich die Intervention in die soziale Gegenwart mit einer Intervention in die Sphäre künstlerischer Innovation, wird zum Teil desselben situativen Zusammenhangs. Selten, aber doch, kann das gelingen. Etwa, wenn wie bei einigen Projekten Pawel Althamers der Akzent auf der aktiven Mitwirkung jener liegt, die in prekären Verhältnissen leben, eine multiple Autorenschaft entsteht. Meinetwegen auch mit einem utopischen Beigeschmack wie bei jenem Projekt Bródno im Jahr 2000, wo Althamer es gelang, die mehr als 200 Mietparteien eines polnischen Wohnsilos dazu zu bringen, alle zu einer bestimmten Zeit die Lampen in ihren Wohnung so ein- bzw. auszuschalten, dass das gesamte Gebäude die Zahl „2000“ aufleuchten ließ. Sicher, das ist „sinnlos“, aber vielleicht muss das „Sinnlose“ der Kunst eben gerade davon befreit werden, Privileg der Reichen zu sein.

One Comment on “Jörg Heiser über Kunst & Armut”

  1. 1 Fisher Henry kommentierte 17:33 on July 18th, 2012:

    Hallo,
    ich bin 30 Jahre alt und Bildhauer und Fotograf aus Frankfurt am Main.
    ich habe An einer renommierten Kunstakademie Fotografie Studiert.
    Meine Fotografische arbeite ist Sozialdokumentarich, und meine Skulptur arbeit Geht in die Richtung der Landart. Bereits wärend dem Studium haben mir viele teilweise auch Berühmte Künstler/inen (darunter einige meiner Professor/inen) ihre Anerkennung ausgesprochen, und allgemein gilt meine Arbeit in der Szene als wichtig und anerkannt. Doch von meiner Arbeit Kann ich nicht Leben.
    Ich muss um an meine Brötchen zu kommen immer wider Kleine neben jobs annehmen, Eine Anstellung möchte ich nicht da ich zeit brauche um an meiner Kunst zu arbeiten.
    Aber nicht nur das ich von weniger geld auskommen muss wie ein Sozialhilfe Empfänger, ich werde auch noch Von vielen menschen, Diskriminiert.
    Immer wider begegne ich menschen die mir Vorwerfen Ich sei ein Faulenzer, und wenn ich nicht von meiner Kunst leben könnte, wäre diese eben nicht gut genug, und ich sollte doch mal was richtiges arbeiten. Das ist auch der Grund warum ich kein Arbeitslosen geld2 mehr beantragt habe. Da man mir auf dem Amt mit ähnlicher Haltung entgegen gekommen war.
    Ich mache meine Arbeit Weil ich Glaube das ich Als Künstler eine Verantwortung trage meinen mitmenschen gegenüber. Doch Ich habe das Starke gefühl, viel menschen Fühlen sich nicht mehr Verantwortlich für Kulturschaffende, in der heutigen Leistungsgesellschaft. Das Schmerzt und macht sehr Traurig.

    Das geht soweit das Sich ein Früherer Kommilitone von mir, mit 33 jahren das leben genommen hat weil er den Gesellschaftsdruck nicht mehr ertragen konnte.
    Wenig Geld zu haben ist die eine Sache, Ohne Anerkennung und Respekt leben zu müssen eine andere.


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