Rudolf Frieling: Armutsdinge

Datum: 20.10.2013 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | 1 Kommentar »

Kaum macht das Gespenst eine Sendepause, kommt ganz unerwartet ein Bild aus Venedig.

Fotografiert hat es Rudolf Frieling, der auf diesem Blog auch einen schönen Text über > Armut und Kunst geschrieben hat.

Lieber Rudolf, vielen Dank!


Christian Ahlrep: Armutsdinge

Datum: 06.07.2013 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Tags: , , , | 1 Kommentar »

Nachdem kürzlich ein Armutsding aus Paris seinen Weg in die Galerie gefunden hat, kommt nun eines aus Bratislava.  Christian Ahlrep hat es geschickt.

Er schreibt: Im Anhang sende ich Dir ein Foto von einem Wasserspender an der Donau. Dabei handelt es sich um Trinkwasser und ich habe während der großen Hitze jetzt oft beobachtet, wie z.B. Obdachlose sich hier mit Frischwasser versorgt haben. Also ein wichtiges Ding für die Armen/Armut! Auf dem zweiten Bild siehst Du das Etikett des Spenders, wonach dieser aus Taiwan gespendet wurde. Sicher nicht primär mit dieser Ideengebung, aber er tut auf jeden Fall seinen Sinn.

Vielen Dank, lieber Christian!


Ullrich Wegerich: Armutsdinge

Datum: 17.06.2013 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | 4 Kommentare »

Ullrich Wegerich, Autor spannender und gesellschaftkritischer Kriminalromane, schickte dieses Bild aus Paris. Vielen Dank, lieber Ulli!

Liebe Elke, jetzt habe ich auch etwas für deine “Armutsdinge”: Das Zeug eines Obdachlosen. So etwas sieht man hier öfter, es gibt überhaupt etliche Obdachlose. Manchmal liegen sie sogar mitten auf dem Bürgersteig oder sind mit Sack und Pack in eine Telefonzelle gezogen, ohne dass sich einer dran stören würde. Ich weiß aber nicht, ob das Ausdruck von Toleranz oder einer Ist-mir-doch-egal-Haltung ist, wahrscheinlich irgendwas dazwischen. Dieses Zeug liegt vor dem Lieferantenausgang eines Supermarktes.


Susanne: Armutsdinge

Datum: 02.06.2013 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Keine Kommentare »

Das Foto ist ein Bild von Armut und Reichtum zugleich. Bei uns im Haus stellen die Leute Sachen, die sie nicht mehr brauchen, in eine Nische im Durchgang zum Hinterhof. Dann kann sich jeder nehmen, was er mag. Wir stellen oft etwas hin, bedienen uns aber auch. Manchmal verkaufe ich die Sachen weiter auf Ebay. Ich habe auch schon mal eine Jeans aus der Mülltonne im Hof gefischt und Oberhemden für meinen Freund. Muss ein gut verdienender Single wohnen irgendwo bei uns im Haus. Auf diesem Foto
fehlt die Turnhose für meinen Sohn, die ich für ihn eingesteckt habe.
Susanne E. aus B.

Liebe Susanne – vielen Dank!


Werner Walczak: Armutsdinge

Datum: 12.11.2012 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Tags: , , | Keine Kommentare »

Werner Walczak hat ein Armutsding auf vier Rädern gesendet. Vielen Dank!

Für sich genommen kann dieser rostige Ford als ein schöner Gegen- stand betrachtet werden. Aber in Konfrontation mit dem japanischen Hochglanzobjekt im Hintergrund und im Kontext eines relativ reichen Staates wird er zu einem Zeichen der Armutskultur. Als Statusobjekt verweist es direkt auf die ungenügen- den Besitzverhältnisse seines Fahrers und als Symbol amerikanischer Wirtschaftsgeschichte auf deren industriellen Niedergang.


Karsten Hein: Armutsdinge

Datum: 04.11.2012 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Tags: , , , , | 4 Kommentare »

Karsten Hein, Dokumentarfilmer (Aids in der Ukraine), Fotograf und Blogger (Bildbeschrei- bungen für Blinde) schickte nicht nur ein schönes, rätselhaftes  Foto, sondern stellt auch grundsätzliche Fragen zum visuellen Zusammenhang von Armut, Wahrnehmung und Wissen.
Vielen Dank, lieber Karsten – und meine Antwort dann im Kommentar!

Ja liebe Elke,

sieht so Armut aus? Sehe ich diesem Gegenstand die Armut an? Zunächst, ich sehe ja nicht das Ding selbst, eine zur Küchenreibe recycelte Konservendose,  sondern ein Foto von ihr, wie sie auf einem Laminatfußboden steht.

Es ist gar nicht so einfach, ein Ding allein zu fotografieren. Außerhalb eines in einer Studiosituation aufgenommenen Fotos sehen wir Dinge nie isoliert, sondern immer im Zusammenhang, meist dem der Lebenswirklichkeit. Aber das ist dir ja bewußt. Wie sehr die Dosenreibe diesem Zusammenhang entrissen ist, machst du ja sehr schön deutlich, indem du augenzwinkernd die Formensprache der Ebay-Ästhetik zitierst.

Wenn man dann einen Gegenstand z.B. im Studio ganz isoliert hat, sieht er anders aus, wirkt er anders als an dem Ort und in der Situation, wo du ihn vielleicht entdeckt hast. Deine Dosenreibe sieht unbenutzt oder selten benutzt aus, jedenfalls was ihr zweites Leben als Reibe betrifft. Sie ist sauber, ebenso wie das Laminat und die Bildqualität des Digitalfotos, das sie abbildet. Spielt es eine Rolle, daß alles sauber ist? So wie sie dasteht, könnte deine Dosenreibe ja auch aus dem Ebay-Shop, sagen wir, eines thüringischen Bastlers stammen, der das Recycling als stummen Protest gegen die Wegwerfgesellschaft betreibt. Dann hätte die Dosenreibe nicht unmittelbar etwas mit Armut zu tun. Weiterlesen »


Karen Margolis: Armutsdinge

Datum: 30.10.2012 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Keine Kommentare »

Karen Margolis, Lyrikerin und Bloggerin, schickte dieses Foto und den Kommentar.

Gut gezielt, Karen! Vielen Dank!

Hier ein selbstgemachtes Armutsgerät:
Schießplatz-Übungsgerät für diejenigen, die den Vereinsbeitrag nicht leisten können.
Spotted at Bayerischer Platz, Berlin-Schöneberg, November 2011

Foto: Karen Margolis



Armutsdinge: Sarah Khan

Datum: 18.10.2012 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Keine Kommentare »
dieses foto habe ich dieses jahr in st. pauli gemacht, hab selbst mal in diesem haus gewohnt, in den 90er jahren, und ein verwandter zog erst kürzlich dort aus.
das haus erlebte in den letzten 2 jahren den bekannten umwandlungsprozess, von einer arme leute adresse übergangslos hin zu hochpreisigem wohneigentum, einzelverkauf der wohneinheiten nach einigen – wenigen – aufhübschungen.

dazu gehört der einbau einer kamera am eingangsbereich.
das graffiti kommentiert diesen vorgang.
das wohnumfeld soll bitte draußen bleiben. was folgenden hintergrund hat: regelmässig kamen junkies, kotzer, pisser in das treppenhaus um flüssigkeiten abzugeben.

denn mehr als armut stören in st.pauli der enthemmte tourist und das drogenwrack. kaputt, krank und exzessiv vs. wertdefinierend.

man lebt schließlich bio, fair und im geist der solidarität – nee, solidität.
in st.pauli ist was los!

mehr zu meinem st.auli in folgendem taz artikel aus dem sommer 2012:
http://www.taz.de/St-Pauli-und-die-Gentrifizierung/!98785/

Foto: Sarah Khan


Armutsdinge

Datum: 12.10.2012 | Autor: Elke | Kategorien: Armutsdinge - Fotogalerie | Tags: , | Keine Kommentare »

Fotos gesucht!

Sieht so Armut aus? Gerade habe ich diese Sardinendose angesehen, die ich 1996 aus Burkina Faso mitgebracht habe. Wie alles in Burkina Faso wurde die Dose recycelt. Sie wurde zur Reibe. Der eine Boden wurde durchlöchert, der andere ist nun abnehmbar, ein Band dient zum Aufhängen. Eine schöne, charmante Dose, die zurecht den Namen “Princesse” trägt. Sieht so Armut aus? Die Galerie “Armutsdinge” wird auf diesem Blog Fotos zu diesem Thema vorstellen.

Welche Dinge – Gegenstände, Gegenden, Gegebenheiten – repräsentieren Armut?
Schickt Fotos, gerne auch mit Kommentar oder Text, ich freue mich!

Fotos bitte senden an: elke.bruens(klammeraffe)googlemail.com

Merci!